{"id":308,"date":"2014-09-28T20:54:43","date_gmt":"2014-09-28T18:54:43","guid":{"rendered":"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/?p=308"},"modified":"2015-03-05T21:34:35","modified_gmt":"2015-03-05T20:34:35","slug":"der-maennerchor-kollbrunn-trifft-kuehe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/?p=308","title":{"rendered":"Der M\u00e4nnerchor Kollbrunn trifft K\u00fche"},"content":{"rendered":"<p>(fz) Die Uhr musste f\u00fcnf angezeigt haben. Zu dieser fr\u00fchen Morgenstunde durfte der aufwachende S\u00e4nger \u00fcber seine Zustimmung zum ersten Schritt f\u00fcr einen weiten Weg vielleicht leise noch gegrollt haben, doch wie es eben zum Brauch geh\u00f6rt, war der Treffpunkt im Rest. Frohsinn in Kollbrunn beizeiten festgelegt worden. Der M\u00e4nnerchor Kollbrunn f\u00e4hrt am 27. September ins Wallis und kehrt am Abend des 28. Septembers 2014 von dort wieder ins Dorf zur\u00fcck. S\u00e4nger Heinz w\u00e4re gerne mitgekommen, konnte aber nicht. Er stand trotzdem fr\u00fch auf, um seinen S\u00e4ngerfreunden den Kaffee und Croissants spendieren zu k\u00f6nnen. Was w\u00e4r\u2018 das Leben ohne Lied, sangen die S\u00e4nger, bevor sie in den N\u00fcssli-Car stiegen.<\/p>\n<p><b><i>Von der Fahrt ins Tal der hohen Berge<\/i><\/b><\/p>\n<p>Es gibt viele S\u00e4nger, die sich sch\u00f6nes Wetter w\u00fcnschen, wenn deren Ausfl\u00fcge ihre Zeiten haben. Der M\u00e4nnerchor Kollbrunn hat Gl\u00fcck. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint tats\u00e4chlich kr\u00e4ftig um diese Jahreszeit. Schier mystisch erscheinen die tiefen Bodennebel im Kanton Aargau in diesem Vormittags-licht. Den Kanton Solothurn erkennt einer an der Bechburg, und wer Bern noch nie gesehen hat, m\u00fcsste sowohl in seiner Haut sowie in seinem Hintertal fest eingeschlossen gewesen sein. Die wenigen rauchenden S\u00e4nger melden beim Fahrer Thomas ihr Verlangen nach blauem Dunst an. Beim Autogrill Gruy\u00e8res FR kamen alsbald alle S\u00e4nger in den Genuss einer willkommenen Pause. Ueber der Linie des \u201eR\u00f6schtigrabens\u201c spricht man in der Schweiz Franz\u00f6sisch. Was ist den S\u00e4ngern des M\u00e4nnerchors Kollbrunn an franz\u00f6sischen Worten aus dem Stegreif noch abrufbar, wie die obligatorische Schulzeit bei den meisten mehr als zwei Jahrzehnte zur\u00fcckliegt ? Gerade aktiv schaut es nach nicht viel aus, doch in der schlummern-den Anlage liegt durchaus ein grosser Schatz verborgen. Die Ovo chaud ausgetrunken, z\u00e4hlt der Reiseleiter im Car die wieder eingestiegenen S\u00e4nger. Alle da, die Dirigentin Eva auch.<\/p>\n<p><b><i>Le guide et la destination<\/i><\/b><\/p>\n<p>S\u00e4nger Martin ist vor rund zwei Jahrzehnten aus dem Wallis ausgewandert, weil er in der Deutschschweiz eine f\u00fcr ihn gute Arbeitsstelle fand. Den Walliser Dialekt hat er seitdem beibe-halten, das heisst, die Kollbrunn\u2019schen S\u00e4ngerfreunde fragen bei ihm ab u<a href=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Apero.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-316 alignleft\" src=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Apero-300x180.jpg\" alt=\"BTR_2014_VS_Apero\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Apero-300x180.jpg 300w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Apero-750x449.jpg 750w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Apero.jpg 798w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>nd zu nach, was er gesagt zu haben gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Eine Sache der Uebung, das ist wahr, so wie sich die Frage stellt, in welcher Richtung es zum Besseren kommen k\u00f6nnte. Was der Reiseleiter Martin im RELAIS DU CH\u00c2TEAU DE VILLA in Sierre vorbestellt hatte, durfte die k\u00fchnsten Er-wartungen der Choli-Chors\u00e4nger \u00fcbertreffen. Le vin du Valais kann nicht nur im Glase lieblich leuchten, sondern auch feuerig in den Kopf steigen oder begeisternd \u00fcber den Gaumen fliessen. Und le saucisson l\u00f6st nicht erst seit gestern, auf der Geschmacksknospe ein kulinarisches Wohlgef\u00fchl aus. Sind T\u00f6sstaler S\u00e4nger durch freundlichste Umst\u00e4nde bei bester Laune gehalten, hinterlassen sie in jedem Ch\u00e2teau eine gesangliche Visitenkarte. Nach den beiden in Deutsch und im Freien gesungenen Lieder durften auch die andern G\u00e4ste im Gartenrestaurant ihre empfundene Begeisterung zum Ausdruck bringen. Nach dem grandiosen Auftakt hatte der Reiseleiter einen geschickten Schachzug parat, n\u00e4mlich die Aufteilung der Anwesenden in zwei Gruppen. F\u00fcr diejenige, die sich in Walliser Reb- und Weinmuseen mit Erforschen, Verstehen und die Epochen bewandern befassen wollte, blieb der Interessiertenkreis bei der Zahl vier stehen. Die andern dreizehn hatten sich f\u00fcr die Wanderung durch die Rebberge entschieden. Treppauf, treppab, und weitere Treppchen, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Die Geschichte des Weines ist lang, und f\u00fcr <em>Bacchus <\/em>(Gott des Weines) haben erst die Alten Griechen, wie die fr\u00fchen R\u00f6mer schon ihre Kantaten abgehalten. Nichts Neues, was die Gesangswerke angeht; die Instrumente und Werkzeuge hingegen, in den letzten f\u00fcnfzig Jahren einen beachtlichen Fortschritt gemacht haben. Nathalie, der die Kulturf\u00fchrung oblag und im Privaten die bessere H\u00e4lfte des Reiseleiters abgibt, trug die verschiedenen Einzelheiten nicht nur charmant vor, sondern mit ihren Erfahrungen in den Reb<a href=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Chateau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-312 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Chateau-300x242.jpg\" alt=\"BTR_2014_VS_Chateau\" width=\"300\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Chateau-300x242.jpg 300w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Chateau.jpg 724w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>bergen ihrer Grosseltern selig. Der Besuch der Kirche in Salgesch, die im Jahr 1887 fertiggestellt wurde, hatte an diesem Tag durchaus einen grossen kulturellen Sinn. Auf dem Friedhof sind auf den Grabsteinen die Namen mit Schweizer Geschichte zu lesen.<\/p>\n<p><b><i>Auf Kultur folgt der Durst<\/i><\/b><\/p>\n<p>Nathalie entliess nach der F\u00fchrung die \u00fcbrig gebliebenen drei Teilnehmer ins Hotel Arkanum. Da hockten die drei in der Gartenbeiz, vor den schwitzenden Gl\u00e4sern, und harrten der Dinge, die kommen sollten, bestimmt eine gute Weile. Bis ein Jauchzer ert\u00f6nte, wie ihn nur S\u00e4nger Beat hinbringt. Zwei weitere kamen ihm nach, nur leicht ausser Atem. Doch wo waren die anderen zehn, die einmal gemeinsam mit den angekommenen dreien gestartet waren ? Die Zeit verging. Bereits hatte die Serviertochter den dreien von der Kultur-gruppe das zweite Glas serviert. Die erste Frage kursiert schnell: \u201eHaben sich neun S\u00e4nger und die Dirigentin Eva vielleicht in den Rebbergen verlaufen ?\u201c So schlimm kam es nicht. Sie trafen ein, wenn auch ziemlich ersch\u00f6pft. Der Car fuhr vor. F\u00fcr den Zimmerbezug im Hotel R\u00f4hne blieb viel Zeit nicht. Der Besuch des \u201eCave Papillon\u201c der Famlie Wenger stand auf dem Programm. <em>La raclette<\/em> geh\u00f6rt zum Wallis, wie das Amen zur Kirche. Walliser Weine haben verschiedene Aromen. Da d\u00fcrfen sich die Degustanten nach ihren Gusti entscheiden. Ganz nach dem Motto: <em>de gustibus non est disputandum <\/em>(Auf Deutsch gesagt: Ueber den Geschmack l\u00e4sst sich nicht streiten). Die beiden vorgetragenen Lieder durch den anwesenden Chor erfreute die Familie Wenger durchaus. Der Ausklang vor der Bettruhe im Arkanum sei mit zwei Worten zusammengefasst: Sehr lustig. Und das war in der Tat der Fall.<\/p>\n<p><b><i>Der Sonntag mit den K\u00fchen<\/i><\/b><\/p>\n<p>Gut geschlafen, im Hotel R\u00f4hne in Salgesch ? Wenn S\u00e4nger Werni ja sagt, dann ist es so. Der Pr\u00e4sident <a href=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-314 alignright\" src=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_2-225x300.jpg\" alt=\"BTR_2014_VS_Goler_2\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_2-225x300.jpg 225w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_2-750x1000.jpg 750w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_2.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>schlief auch gut. Auf das reichliche Fr\u00fchst\u00fcck durfte sich jeder S\u00e4nger bei-zeiten freuen. Der Chauffeur des Autocars verf\u00fcgte zwar nicht \u00fcber die Sinne des Stiers, w\u00e4hrenddessen die Ringk\u00fche im <em>Raron-Goler<\/em> an ihren Standorten unter B\u00e4umen schon einigen Staub aufwirbelten. Die K\u00fche m\u00fcssten nicht schwanger sein, der Schwangerschaftstest hingegen zu den Wettkampfbedingungen geh\u00f6rt. Zwei Aerzte pr\u00fcften vor dem Kampf den Urin der antretenden les reines. Zeigt das Pr\u00fcfger\u00e4t die Hormone anders an, wird die Kuh f\u00fcr den Kampf gegen Ihresgleichen nicht zugelassen. Nach Programmschrift genau fingen die K\u00e4mpfe an, aber h\u00e4tte der Aktuar des <a href=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-313 alignleft\" src=\"http:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_1-300x225.jpg\" alt=\"BTR_2014_VS_Goler_1\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_1-750x563.jpg 750w, https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/wp-content\/uploads\/BTR_2014_VS_Goler_1.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>MCK in der Jury eine Rolle gehabt . . . Wie sich der Kampfgeist, die Lust am Kampf, von einer schwangeren Eringerkuh einsch\u00e4tzen l\u00e4sst, dazu bedarf es an Erfahrung, mehr als diejenige eines Fischauges sowie ein passendes Fingerspitzengef\u00fchl. Die Tagesform der K\u00fche entscheidet wohl \u00fcber den Preis, welchen die Besitzer der K\u00fche in Form einer Glocke gewinnen k\u00f6nnen. Wer klar sieht, erkennt das friedliche Fest. Man sieht auch keinen, der sich in jedem \u201eStolz\u201c verletzt gesehen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b><i>Zur\u00fcck in die Heimat, oder an den Wohnort<\/i><\/b><\/p>\n<p>Zuverl\u00e4ssig seit Jahren, konnten die Choli-S\u00e4nger und die Dirigentin Eva um sieben Uhr des Sonntagabends, unversehrt aus dem N\u00fcssli-Car steigen. Ein Becher im Rest. Frohsinn hat f\u00fcr den Schlussakt gen\u00fcgt, wie der letzte heimkehrende S\u00e4nger beim cordon-bleu auf die ausgezeichnete K\u00f6chin hingewiesen hat.<\/p>\n<p><small>Bilder: Eva R\u00fcegg, Martin Burkart<br \/>\n<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(fz) Die Uhr musste f\u00fcnf angezeigt haben. 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