{"id":132,"date":"2013-03-20T21:25:42","date_gmt":"2013-03-20T20:25:42","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=132"},"modified":"2015-03-04T21:00:29","modified_gmt":"2015-03-04T20:00:29","slug":"kohle-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maennerchor-kollbrunn.ch\/?p=132","title":{"rendered":"Kohle machen!"},"content":{"rendered":"<p><b>Kohlenmeiler vom 20.3.13 \u2013 1.4.13, <\/b>Seemerr\u00fcti 11, 8483 Kollbrunn<\/p>\n<p><strong>Die K\u00f6hlerin<\/strong> Doris Wicki aus dem Entlebuch, die einzige K\u00f6hlerin der Schweiz. Sie wird w\u00e4hrend 2 Wochen daf\u00fcr besorgt sein, dass die 22-Ster Buchen-Holz gut aufgesetzt, luftdicht abgedeckt und kontrolliert verkohlt werden. Doris Wicki stammt aus einer alten K\u00f6hlerfamilie uns ist schon viele Jahre als Event-K\u00f6hlerin in der Schweiz unterwegs. Neben Aufbau, Verkohlung und Auszug des Meilers gibt uns Doris Wicki einen profunden Einblick in das K\u00f6hlereihandwerk.<\/p>\n<p><b><br \/>\n<\/b><strong>Holzkohle<\/strong> ist ein Gemisch organischer Verbindungen mit 81 bis 90% Kohlenstoff, 3% Wasserstoff, 6% Sauerstoff, 1% Stickstoff, 6% Feuchtigkeit und 1 bis 2% Asche. Die Holzkohle bildet ein lockeres, schwarzes Produkt mit der scheinbaren Dichte von 450 kg\/m3 (por\u00f6s) und der wahren Dichte von 1.400 kg\/m3 (porenfrei). Wegen der vielen mikroskopisch kleinen Nischen, Vertiefungen, Kan\u00e4le usw. (Porenvolumen 70 bis 85%, innere Oberfl\u00e4che 50 bis 80 m2\/Gramm) kommt ihr ein hohes Absorptionsverm\u00f6gen zu. Sie l\u00e4sst sich verh\u00e4ltnism\u00e4ssig leicht entz\u00fcnden (200 bis 250\u00b0C) und brennt ohne Flamme weiter, weil die flammenbildenden Gase bereits bei der Verkohlung entwichen sind. Pro Kilogramm Holzkohle werden bei der Verbrennung etwa 29 bis 33 MJ an Energie frei. Sie verbrennt schwefelfrei. (Quelle Wikipedia)<b><\/b><\/p>\n<p><b><br \/>\n<\/b>Holzkohle wird durch Erhitzen von Holz bei Luftabschluss hergestellt. Die \u00e4lteste Methode der <strong>Holzkohlengewinnung<\/strong> (Kohlenbrennerei) ist der aus dem Altertum stammende Meilerbetrieb (K\u00f6hlerei), bei dem das Holz in ann\u00e4hernd halbkugel- oder kegelf\u00f6rmigen Haufen (Meilern) in gro\u00dfen Scheiten regelm\u00e4ssig (und zwar stehend oder liegend) um in der Mitte errichtete Pf\u00e4hle (F\u00fcllihaus) aufgesetzt. Der Meiler wird mit einer Decke von Tannenreisig und L\u00f6schi (L\u00f6schi = Kohlenstaub, Erde und kleine Kohlenst\u00fccke) bedeckt. Unter dieser Decke z\u00fcndet und erh\u00e4lt man im F\u00fcllihaus (Schacht) eine Glut. Die Hitze (ca. 500\u00b0C) wird durch Zugl\u00f6cher an der Seite des Meilers nach aussen gezogen. Dies geschieht &#8222;stockwerkartig&#8220; von oben nach unten, bis der ganze Meiler verkohlt ist. Das Kunstst\u00fcck besteht nun darin, durch einen sorgsam geregelten Luftzutritt nur die aus dem erhitzten Holz sich entwickelnden Gase oder D\u00e4mpfe zu destillieren (sog. Trockendestillation) und nicht das Holz zu verbrennen. Ist die Verkohlung vollendet, was man an der Farbe des entweichenden Rauchs erkennt, wird die Glut im F\u00fclliloch durch Verschliessen der Zugl\u00f6cher erstickt. Nach dem abk\u00fchlen (je nach Standort und Verwendung) kann der Meiler nach zwei bis drei Tagen auseinander gezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kohlenmeiler vom 20.3.13 \u2013 1.4.13, Seemerr\u00fcti 11, 8483 Kollbrunn Die K\u00f6hlerin Doris Wicki aus dem Entlebuch, die einzige K\u00f6hlerin der Schweiz. 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